Plastik sparen

Ein Expertentalk  “Rund um die gesunde Kinderhaut”  mit Petra Kress

 

Plastik sparen Expertentalk mit Petra Kress

 

Hallo und Herzlich willkommen zu einem neuen Interview der Serie „Expertentalk für eine gesunde Kinderhaut“.

Heute habe ich einen ganz lieben Gast eingeladen, sie kenne ich schon länger und ich freue mich sehr, dass sie heute Zeit hat. Es geht um ein Thema, was in vielen Bereichen sehr wichtig ist. Wir machen heute „Plastik sparen“ und ich heiße meine liebe Kollegin Petra Kress von „Plastik sparen“ herzlich Willkommen.

 

❓ Liebe Petra wir kennen uns schon eine ganze Zeit, aber kannst Du Dich kurz einmal vorstellen, Wer bist Du? Woher kommst Du? Und wie sieht Deine Familie aus? Dass wir von Dir einen kleinen Einblick bekommen.

? Hallo, liebe Kerstin und lieben Dank, dass ich Dir heute Rede und Antwort stehen darf.
Ich bin verheiratet und lebe mit meiner Familie in Frankfurt. Meine Kinder sind „fast erwachsen“ aber noch fester Bestandteil unserer Familie. Seit 15 Jahren arbeite ich selbstständig als Grafikdesignerin in meinem Grafikbüro und kann so Beruf und Familie gut kombinieren, meistens auf jedenfall. J

 

❓ Du hast ja als Business zwei Arten, einmal bist Du ja Grafikerin und auf der anderen Seite ist das Thema „Plastik sparen“ ein ganz wichtiger Punkt in Deinem Leben geworden. Erzähl uns ein bisschen, wie bist Du auf „Plastik sparen“ gekommen? Wann war der Punkt da, dass Du das Thema „Plastik sparen“ in die Öffentlichkeit gebracht hast?

? Also man muss ganz klar sagen, mein Beruf ist weiterhin der der Grafikdesignerin.
Beim Thema „Plastik sparen“ vermischen sich inzwischen privates Engagement und berufliche Aktivität, da ich auch immer öfters Workshops gebe oder auf Messen und Veranstaltungen eingeladen werde.

? Tja, wie fing alles an?

Anfang 2018 habe ich nach dem Einkaufen immer öfter Plastik als Verpackungsmüll wahrgenommen. Ich fand es schrecklich nach dem Einkaufen eine Unmenge an Plastikmüll wegzuwerfen. Ab dem Zeitpunkt begann ich intensiver darüber nachzudenken. Seit wann gab es eigentlich so viel Plastik? Warum waren Produkte plötzlich eingepackt, die es früher nicht waren? Warum gab es kaum mehr Unverpacktes?

Zeitgleich gab es immer mehr Nachrichten und Videos, in denen auf die riesigen Plastikmengen aufmerksam gemacht wurde, die in Meer, Flüssen und in der Natur aufzufinden sind. Für mich war klar, es musste sich etwas ändern.

Aber, ich fragte mich, „was kann ich als Einzelne tun?“ „Bin ich nicht hilflos dem Verpackungswahn ausgeliefert?“ „Bringt es denn überhaupt was, hier und da weniger Plastik zu nutzen?“

Einige Wochen später habe ich dann einen Workshop zum Thema Zerowaste besucht. Ich war begeistert und gleichzeitig schockiert. Es war alles so einfach und doch, wie sollte ich das hinkriegen im Alltag mit Job und Familie. So viel selber machen, Einkaufstouren in andere Läden, alles umorganisieren? Zum ersten Mal wurde mir bewusst, wie sehr Plastik meine Einkaufsgewohnheiten dominierte.

Aber gab es denn noch einen anderen Weg? Musste es gleich Zerowaste sein? An diesem Tag wurde „Plastik sparen“ geboren. Es sollten machbare Veränderungen sein, die meinen Plastikkonsum drastisch reduzierten, möglichst einfach, ohne großen zeitlichen und finanziellen Aufwand.Das, was ich in der Zeit gelernt habe, gebe ich heute als Tipps und Tricks an meine Leser weiter und motiviere so die Menschen mitzumachen.

 

❓ Was ist Zerowaste?

? Zero Waste bedeutet ein Leben ohne jeglichen Müll zu führen. Also, dass kein Abfall für die Mülltonne (Restmüll, Verpackung und Papier) anfällt. Biologischer Abfall wird auf dem Kompost weiterverwertet.

 

❓ Warum ist denn eigentlich Plastik sparen zu wichtig? Ja, Plastik ist Müll, aber warum schädigt Plastik auch unsere Gesundheit. Es gibt ja viele Aspekte warum wir „Plastik sparen“ sollten, beginnt bei der Umwelt und hört bei uns Menschen auf. Wenn ich an die Umwelt denke, sehe ich zwei Bilder vor mir, einmal wie Plastikmüll im Meer schwimmt und die Berge der Müllverbrennungsanlagen. Kannst Du uns einiges erzählen, was stellt Plastik in der Umwelt an?

? Plastik ist inzwischen überall im Wasser, in den Böden, in Lebensmitteln und in unseren Körpern. Es schädigt die Tiere, die im Wasser leben. „Jedes Jahr verenden allein über eine Million Seevögel und 100.000 Meeressäuger qualvoll durch den Plastikmüll, der in unseren Meeren treibt.“(1) Plastikteile werden zu kleinem Mikroplastik zerrieben und schwimmen im Wasser. Auch aus unseren Synthetik-Klamotten (ist auch Plastik) wird beim Waschen Mikroplastik ausgespült. „Beim Waschen einer einzigen Fleecejacke werden bis zu 250.000 Mikroplastikfasern pro Waschgang ausgespült.“ (2)
Immer und immer wieder. Und Plastik gelangt in unsere Böden über die Plastiktüten  und -verpackungen, die in der Kompostanlage landen und dann über den Kompost auf die Felder.

 

❓ Wenn wir mal jetzt auf uns Menschen kommen, wie nehmen wir eigentlich Plastik in unserem Körper auf? Und was kann Plastik bei uns bewirken?

? Plastikverpackungen sind um unsere Lebensmittel, unsere Getränke sind in Plastikflaschen, die Kleidung ist aus Plastik. Das heißt, wir nehmen kleinste Partikel immer wieder im Alltag auf.

Eine große Gefahr beim Plastik ist das in vielen Plastikverpackungen enthaltene BPA, ein Weichmacher, der hormonell wirksam ist und zu gesundheitlichen Folgen führen kann, wie die Grafik aus dem Plastikatlas 2019 eindeutig zeigt. Auch das BPS, das das BPA ersetzt hat ist ein Weichmacher mit Auswirkungen auf unseren Körper.

Die unsichtbare Gefahr

 

❓ Ich weiß im Alltag ist es nicht immer einfach wo Beginn mit dem Plastik zu sparen. Lass uns ein bisschen dran teilhaben, welche Möglichkeiten gibt es als Familie, gleich heute noch damit anzufangen „Plastik zu sparen“.

? „Plastik sparen fängt im Kopf an“, das heißt, in dem Moment, in dem man Plastik als Gefahr für sich und seine Familie wahr nimmt, ist man bereit für Veränderungen, kleinere und größere.
Es gibt inzwischen jede Menge Produkte, die ohne Plastikverpackung sind und auch in Supermarkt und Drogerie problemlos gekauft werden können. Und es gibt jede Menge Tipps und Tricks wie man überall im Alltag Plastik einsparen kann. Und auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, nein, es ist nicht teurer und es kostet auch nicht jede Menge Zeit. Aber es ist viel gesünder und schont die Umwelt. Auf meiner Webseite habe ich eine Übersicht erstellt wo überall sich Plastik einsparen lässt. Diese Übersicht lässt sich kostenlos downloaden: https://www.plastiksparen.de/newsletter/

 

❓ Das Thema Haut und Raus aus der Juck- und Kratzspirale kennst Du auch. War, dass auch ein Thema, warum Du bewusster lebst? Kannst Du uns dazu auch ein paar Tipps geben, auf dem Bezug zum „Plastik sparen“?

? Ja, natürlich. Mein Sohn hatte, als er kleiner war, eine leichte Neurodermitis, die durch Fruktose-Glukosesirup verstärkt wurde, der ja inzwischen fast überall drin ist. Ich habe also immer sehr ausführlich die Inhaltsangaben von Lebensmitteln gelesen und bin immer weiter weg von verarbeiteten Produkten gerückt. Verarbeitete Produkte sind gerade für empfindliche Kinderkörper eine zusätzliche Belastung durch den darin enthaltenen Zucker und andere Zusatzstoffe. Aber natürlich sind auch die Plastikverpackungen ein Problem, die z.B. BPA an den Körper abgeben, gerade auch dann, wenn sie Wärme ausgesetzt sind.
Aus meiner Sicht grenzen Quetschies, Kinderriegel aller Art, aber auch Babywasser oder Babymilch in Plastikflaschen an Körperverletzung und gehören verboten. Nicht vergessen darf man auch den Hautkontakt mit Mikroplastik in Feuchttücher und Cremes etc. und natürlich ist der Superabsorber in den Windeln auch ein Plastikprodukt.

 

? Liebe Petra, vielen herzlichen Dank ♥ für dieses Interview und den vielen tollen Ideen, wie wir „Plastik sparen“ können.

 

Mehr über Petras Arbeit findest Du unter:

Homepage: www.plastiksparen.de

Facebook: www.facebook.com/plastiksparen

Instagram: www.instagram.com/plastiksparen

 

 

Ein sehr wichtiges Thema, was uns alle betrifft und jeder von uns seinen Betrag dazu leisten kann. Damit unsere Umwelt geschont wird und auch wir gesund bleiben. Wir als Erwachsenen können ein gutes Vorbild für unsere Kinder sein. Damit unsere Kinder aufwachsen und es ganz normal ist auf Plastik zu verzichten.

Gerade die Kinderhaut reagiert oft, dabei ist Plastik nicht immer auf dem Schirm. Kann aber auch eine Ursache sein, warum die Kinderhaut empfindlich und nervös reagieren kann. Bin ein großer Freund, dass wir die Pflege der Haut selbst herstellen können, viele verschiedene Rezepte findest Du auch in meinem Blog, eine wundervolle Rezeptur ist die Wald-Wichtel-Serie.

Jetzt wünsche ich Dir viel Spaß beim Lesen des Expertentalks  mit Petra Kress und viel Freude bei der Umsetzung in Deinem Alltag um Plastik sparen.

Deine Kerstin?