Spitzwegerich – Wiesenwundpflaster

 

              • Kennst Du die tolle Pflanze „Spitzwegerich“?
              • Was für wundervolle Eigenschaften hat eigentlich der Spitzwegerich?
              • Wie kann Spitzwegerich uns in der kalten Jahreszeit helfen?
              • Wie wird der Spitzwegerich für eine gesunde Haut eingesetzt?
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Spitzwegerich – Plantago lanceolata

 

Der Spitzwegerich gehört zur Familie der Wegerich-Gewächse.

Die 30 cm langen lanzettlich-spitzen Blätter wachsen auf nährstoffreichen Wiesen – nahezu auf der ganzen Welt.

Man erkennt den Spitzwegerich an den deutlich sichtbaren Blattnerven, die parallel in Richtung Blattspitze verlaufen.

 

 

 

Wirkstoffe des Spitzwegerichs sind:

  • Schleimstoffe
  • Gerbstoffe
  • Glykosid Aucubin
  • Flavonoide
  • Vitamin A, C und E
  • Phenylethanoid (Acteosid)
  • Mineralstoffe (Kieselsäure, Kalium, Zink)

 

Wirkung des Spitzwegerichs:

  • auswurffördernd
  • reizmildernd
  • blutreinigend
  • wundheilend
  • zusammenziehend
  • blutstillend
  • entzündungshemmend
  • hustenhemmend
  • gewerbsfestigend
  • antibakteriell

 

Durch die Kieselsäure stärkt und festigt der Spitzwegerich das Lungengewebe und sorgt indirekt für eine Steigerung der Abwehr.

 

Die Schleimstoffe überziehen die Schleimhäute der Atemwege mit einer samtweichen und reizmildernden Schutzschicht – Schutzschild. Dadurch werden Hustenreiz und Heiserkeit gelindert. Das Austrocknen der Schleimhäute wird durch den Schutzfilm bewahrt, ebenso das Eindringen von Erregern.

 

Gerbstoffe entziehen Bakterien auf der Schleimhaut die Nahrung und haben eine zusammenziehende Wirkung.

 

Das Glykosid Aucubin im Spitzwegerich hemmt das Wachstum von Bakterien. Dadurch hilft es auch bei Entzündungen welche im Mund- und Rachenraum sind.

 

 

Weitere Einsatzmöglichkeiten des Spitzwegerichs:

 

Auch bei der Stimmpflege hilft der Spitzwegerich. Er schützt die Schleimhaut und bewahrt vor dem „Frosch im Hals“, Heiserkeit und Reizhusten.

 

Nicht nur Erreger von Infekten können die Schleimhaut befallen, auch Rauch, Allergene, kalte oder Zugluft oder andere unspezifische Entzündungsprozesse, wie Überbeanspruchung bei Vielrednern. Die Schleime des Spitzwegerichs legen sich auf die Schleimhautoberflächen und bedecken die für Schmerz und Hustenreiz verantwortlichen sensiblen Nervenendigungen ab und mildern den Hustenreiz.

 

Der Spitzwegerich legt sich mit seinen vielen wundervollen Inhaltsstoffen, wie ein Pflaster sowohl innerlich als auch äußerlich auf. Innerlich schützt der die Schleimhäute und äußerliche die Haut.

 

Wo anwenden?

Die äußerliche Anwendung von Spitzwegerich ist gerade bei Insektenstichen, kleine Verletzungen, Sonnenbrand und entzündlichen Veränderungen an der Haut sehr gut. Sozusagen hat man die Notfallapotheke direkt vor der Haustüre.

Spitzwegerich hilft bei innerlicher Anwendung bei Erkältungs- und Atemwegserkrankungen. Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Reizhusten, Bronchitis und Asthma.

 

 

 

Wiesenpflaster

Als erste Hilfe ist der Spitzwegerich bei Insektenstichen und kleinen Verletzungen (Wunden) sehr gut geeignet. Der Pflanzensaft kann blutstillend, schmerz- und juckreizlindernd sein.

Dazu wird ein sauberes, frisches Spitzwegerichblatt zwischen den Fingern gerieben, bis Pflanzensaft austritt. Der Insektenstich oder die Verletzung wird mit dem Saft mehrmals betupft.

 

Erkältungstee

Spitzwegerich kann man für einen Erkältungstee sehr gut verwenden. Dieser wirkt zusammenziehend, entzündungshemmend, schleimlösend, reizmildernd und hustenstillend. Bei Mund-Rachen und Atemwegsentzündungen unterstützt der Spitzwegerich bei der Gesundung.

Zutaten:

3 TL frische Spitzwegerichblätter

150 ml Wasser

Etwas Honig und Zitronensaft

Zubereitung:

Die Spitzwegerichblätter säubern und zerkleinern, mit heißem Wasser übergießen und 5-10 Minuten abgedeckt ziehen lassen.

Dann den Sud abseihen, je nach Geschmack mit Zitronensaft und Honig verfeinern.

 

 

Spitzwegerichhonig

Gegen Husten und Heiserkeit hilft der Spitzwegerichhonig. Er hat eine reizmildernde, schleimlösende, auswurffördernde und entzündungshemmende Wirkung.

Zutaten:

3 Handvoll Spitzwegerichblätter

 

Zubereitung:

Die Spitzwegerichblätter säubern und klein schneiden. Schichtweise abwechselnd Spitzegerichblätter und Honig in ein Glas füllen.

Das Glas an einem dunkeln Ort mit Zimmertemperatur etwa 2 Monate ziehen lassen. Dann abfiltern.

Über den Tag verteilt teelöffelweise einnehmen oder in einem leckeren Kräutertee einrühren.

 

Weitere Tipp:

  1. Bei kleinen Verletzungen oder Schnittwunden, den Spitzwegerich an walken (wie mit einem Nudelholz über den Spitzwegerich gehen) und auf die Verletzung herumbinden.

  2. Wenn man sich an Brennnesseln gebrannt hat, verschafft Spitzwegerichblätter Abhilfe.

 

Aber was hat jetzt der Spitzwegerich mit der Haut zu tun?

 

Sogar sehr viel, nicht nur die äußerliche Anwendung, gerade bei Insektenstichen, Sonnenbrand oder kleine Verletzungen, so die Hausapotheke direkt vor unserer Haustüre ist. Auch die innerliche Anwendung sorgt für ein gutes Abwehrsystem für den Organismus und dadurch auch eine gute Hautabwehr. Der Spitzwegerich legt sich wie ein Pflaster auf die innerlichen und äußerlichen Verletzungen.

Bei uns steht gerade, in der kühlen und nassen Jahreszeit der Spitzwegerichhonig auf der Küchentheke und ist in der täglichen Anwendung, gerade zur Vorbeugung bei Erkältungskrankheiten.

Im Sommer war die wundervolle Pflanze uns ein guter Helfer bei Insektenstichen.

 

Wünsche Dir und Deiner Familie viel Spaß beim Sammeln, Verarbeiten und Anwenden, der wundervollen Pflanze „Spitzwegerich.“

Eine wundervolle Zeit wünscht Dir

Kerstin Hiemer